Ringgrößen und Ringmaße ermitteln

 

Das Ringmaß wird bei Ringen, die in und für Deutschland hergestellt werden, in der Einheit Millimeter (mm) angegeben. Gleiches gilt für Österreich.

Als Maß wird dabei der Ringumfang angegeben. Die Skalierung reicht hier von von einem Ringumfang von ca. 40,0 bis 70,0 mm. Zwischengrößen werden dabei in Schritten von 0,5 mm angegeben. 

Weniger gebräuchlich ist die Angabe des Ring-Innendurchmessers (Skalierung von ca. 12,5 bis 22,5 mm), da eine Differenz von 1 mm beim Ring-Innendurchmesser gleich ca. 3 mm beim Ringumfang ausmacht und somit zu erheblichen Ungenauigkeiten bei der Angabe der Ringgröße führen kann.

 

Unsere Ringgrößen werden mit beiden Maßen wie folgt angegeben:


Ringumfang (Innendurchmesser)


z.B.   39,5 (12,5)

 

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Gegenüberstellung von Ringumfang

(auch "Wiener Vereinigungsmaß" genannt) und Ring-Innendurchmesser.

 

 

Wiener Vereinigungsmaß

(=Ringumfang in mm)

Ring-Innendurchmesser

(in mm)

39,5

12,5

40,5

12,9

41,5

13,2

43

13,7

44,5

14,2

45,5

14,5

47

15

48

15,3

49,5

15,8

50,5

16,1

52

16,6

53,5

17

54,5

17,4

56

17,8

56,5

18

58,5

18,6

59,5

19

61

19,5

62,5

19,9

63,5

20,2

65

20,7

66

21

67,5

21,5

69

22

70

22,3

 

Wie wird das Ringmaß vom Finger abgenommen?

 

Für die Ermittlung des optimalen Ringmaßes wird im Fachhandel ein sogenanntes Ringmaß (auch Fingermaß genannt) benutzt, dies hat die Gestalt eines Schlüsselrings und besteht aus einer Vielzahl von angehängten Eisenringen in genormten Größen. Hiermit wird die persönliche Ringgröße vom entsprechenden Finger abgenommen, die je nach Gestalt und Form des Rings auch mal abweichen kann. Beispielsweise braucht ein Ring mit einem hohlen Ringkopf (z.B. bei größeren gefassten Steinen) für einen hohen Tragekomfort oftmals ein größeres Ringmaß, da die Haut sonst in den Hohlraum gedrückt wird.

Eine sehr breite und/oder sehr dicke Ringschiene z.B. bei einem Bandring oder Ehering kann ebenfalls ein größeres Ringmaß notwendig machen. Je nach Breite der Fingerknöchel und Gestalt des Fingers, müssen bei diesen Ringen zum persönlichen Ringmaß 1 bis 2 Größen hinzuaddiert werden.

Auch unrunde Ringe kommen vor und stellen bei der Ermittlung des persönlichen Ringmaßes oft ein Problem dar. Hier sind Sie auf die Angaben des Herstellers angewiesen, oft hilft aber tatsächlich nur das Anprobieren.

 

Persönliche Ringgröße ermitteln:

 

Ihre persönliche Ringgröße lässt sich am besten an einem gut sitzenden gleichartigen Ring aus Ihrem Besitz ermitteln. Der Ring kann vom Fachhändler mit einem Ring-Stockmaß ausgemessen werden. Dies ist ein konisch zulaufender Stock, auf dem sich in voller Länge eine Skala mit Ring-Normgrößen befindet. Mit zunehmender Länge vergrößert sich der Durchmesser des Stocks und damit auch der Umfang des Stockmaßes.

Der Ring wird auf den Stock gezogen und hochgeschoben soweit es geht,

lässt der Ring sich nicht weiter schieben, wird an dieser Stelle das Ringmaß direkt unterhalb der Ringschiene ablesen.

 

Sie können das Maß auch selbst abnehmen, z.B. mit einer Schieblehre. Hier ist der Innendurchmesser entscheidend - über dieses Maß können sich aber Ungenauigkeiten einschleichen, wie oben beschrieben. Oft ist die nachfolgend beschriebene Methode die bessere, diese wird z.B. auch bei einigen Juwelieren benutzt, wenn das Fingermaß für sehr breite Bandringe abgenommen werden soll.

 

Beim Ringkauf ist übrigens, wie z.B. auch beim Schuhkauf zu berücksichtigen, dass Finger zu bestimmten Tageszeiten (meist gegen Abend) leicht anschwellen und die persönliche Ringgröße sich so verändert. Eine Veränderung der persönlichen Ringgröße kann auch nach sportlicher Betätigung wie Joggen vorkommen. Auch durch bloße Veränderungen der Umgebungstemperatur (starke Hitze im Sommer oder starke Kälte im Winter) kann dies passieren.

 

 

Ein ungefähres Maß des Ringumfangs lässt sich auch mit einem Streifen dickeren Papiers ermitteln:

 

Das Papier sollte ca. 0,5 mm dick sein (Visitenkartenstärke).

Schneiden Sie einen Streifen mit einer Länge von ca. 8 cm ab. Dieser entspricht so zugeschnitten dann der Ringschiene. Wählen Sie für die Breite des Papierstreifens die ungefähre Breite der Ringschiene Ihres Wunschrings.

Wickeln Sie den Streifen um den Finger, für den das Maß ermittelt werden soll, so dass der Streifen eng aber bequem anliegt.

Markieren sie nun die genaue Kreuzstelle. Anschließend können Sie das Maß zwischen Streifenende und Kreuzstellen-Markierung ausmessen.

Sie können das Maß auch ermitteln, in dem Sie innerhalb des Bereichs, in dem der Papierstreifen am Finger überlappt, eine beliebige Stelle markieren - hier dann aber auf beiden übereinanderliegenden Teilen des Streifens.

Anschließend können Sie das Maß zwischen den beiden Markierungen am abgerollten Papier mit Hilfe eines Lineals ausmessen und so Ihre persönliche Ringgröße ermitteln.

Beachten Sie dabei, dass der Ring auch über die Fingerknöchel passen muss.

Zur Kontrolle kleben Sie den Pappstreifen an den beiden Markierung zu einem Ring zusammen und ziehen Sie ihn dann zur Prüfung des Maßes wie einen Ring über den entsprechenden Finger.

 

 

 

Verhältnis von Kreisumfang und Kreisdurchmesser

 

Der Ring-Innendurchmesser und der Ringumfang stehen im Verhältnis zueinander, d.h. mit Hilfe des Ring-Innendurchmessers eines Rings lässt sich der Ringumfang dieses Rings auch errechnen, dabei wird der Ring-Innendurchmesser mit der sogenannten Kreiszahl (gekennzeichnet mit dem griechischen Buchstaben Pi) multipliziert.

Die Kreiszahl entspricht gerundet auf 3 Nachkommastellen dem Wert 3,142.

 

Berechnung des Ringumfangs:

 

Ringumfang (mm) = 3,142 * Ring-Innendurchmesser (mm)